Angst ist heute ein allgegenwärtiges Gefühl. Ankündigung des Niedergangs der westlichen Welt, globale Erwärmung, soziale Krisen oder grosse Naturkatastrophen. Die Entwicklung
dieser Ängste ist jedoch paradox, wenn man weiss, dass die Lebenserwartung noch nie so hoch war und es nicht mehr Konflikte auf der Welt gibt als in der Vergangenheit.

Die gleiche Beobachtung kann in Bezug auf die Verbrechensbekämpfung gemacht werden. Das persönliche Gefühl der Unsicherheit wächst, obwohl sich die Situation objektiv nicht verschlechtert hat. Obwohl Phänomene wie grundlose Gewalt und unzivilisiertes Verhalten zunehmen, darf man nicht vergessen, dass das Sicherheitsniveau insgesamt sehr hoch bleibt. Die Bundestatistiken bestätigen dies jedes Jahr. Auch wenn man in diesem Bereich bescheiden bleiben muss, so sollte man eine gewisse Vernunft walten lassen und nicht in Pessimismus versinken. 

Das Sicherheitsgefühl unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger hat oft einen emotionalen Hintergrund. Dies muss uns bewusst sein und darf nicht banalisiert werden. Eine gute Polizei muss deshalb stets ein offenes Ohr für die Bevölkerung und ihre Bedenken haben.

Die Kenntnis des sozialen Gefüges, in dem sie arbeitet, ist daher sehr wichtig. Der Polizist muss sich mit den spezifischen Phänomenen der Umgebung, in der er tätig ist, befassen. Die städtischen Realitäten sind anders als die in kleineren Gemeinden.  

Die Beruhigung der Bevölkerung muss unser oberstes Ziel bleiben. Dies kann nur durch eine tägliche professionelle Arbeit erreicht werden, sowohl im Einsatz- und Ermittlungsbereich wie auch beim Krisenmanagement.

Nur Taten und konkrete Ergebnisse zählen. Die Verhaftung von Tätern und deren Zuführung an die Justiz sind wirksamer als jede Präventionsrede. 

Wir werden die Kriminalität im Wallis auch weiterhin konsequent bekämpfen. Dies wird uns umso besser gelingen, da wir auf ein besonderes Vertrauensverhältnis zu unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zählen können. Es liegt an uns, diese Beziehung weiterhin zu pflegen, damit das Wallis ein sicherer Kanton bleibt, in dem es sich gut leben lässt.

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