Nach über 40 Dienstjahren bei der Kantonspolizei Wallis ist Minnig Klaus im Frühjahr 2018 in den Ruhestand getreten. Wobei der Begriff Ruhestand bei unserem Kollegen nun wirklich nicht zutrifft. Ein Beweis dafür gefällig? Bitte sehr!

Samstag, 15. Februar 2020 08:30 Uhr, beim Sportplatz in Naters:

Ruhestand definieren einige von uns eindeutig anders! Bereits seit einiger Zeit coachst du regelmässig Läuferinnen und Läufer bei ihrer Vorbereitung für den Zermatt Marathon. Wie kam es dazu?

Der Laufsport begleitet mich schon lange und war in all den Jahren bei der Kantonspolizei ein idealer Ausgleich zum Polizeialltag. Zudem unterstützte ich bereits mehrmals als freiwilliger Helfer die Organisatoren des Aletsch-Halbmarathons und des Zermatt-Marathons. Aufgrund dessen bin ich eng mit der Laufsportszene im Oberwallis verbunden.

Vor rund zwei Jahren bot ein Krankenversicherer seinen Kunden ein Lauf-Coaching für den Zermatt Marathon an. Auf der Suche nach Instruktoren, wurde auch ich angefragt. Seither absolviere ich jeden Mittwoch mit meiner Gruppe ein individuelles Lauftraining. Daneben treffen sich einmal im Monat alle Gruppen zu einem grösseren gemeinsamen Lauftraining, wie dies heute in Naters der Fall ist.

Mich fasziniert es zu beobachten, wie sich die verschiedenen Teilnehmer – vom Einsteiger bis hin zum ambitionierten Läufer – kontinuierlich verbessern und so ideal vorbereitet sind, um sich am Tag X in den Startblock einzureihen.

Während mehrerer Jahre warst du als Gruppenchef bei der Mobilen Einheit im Oberwallis tätig. Heute führst du als Wanderleiter regelmässig Wanderer durch unsere Bergwelt. Siehst du dazu irgendwelche Parallelen?

Es gibt sicherlich Gemeinsamkeiten. Der Einsatz als Wanderleiter erfordert eine seriöse Vorbereitung, Gewissenhaftigkeit und auch immer wieder eine gewisse Flexibilität im Handeln. Je nach Wanderung kann es durchaus vorkommen, dass ich bis zu 30 Personen führe.

Ich bin überzeugt, dass meine Erfahrung bei der Polizei eine gute Grundlage bildet, um die Verantwortung für meine Wandergäste wahrzunehmen. 

Von jedem Berglauf oder einer schönen Wandertour bleiben oftmals Erinnerungen hängen. Wenn du auf deine Laufbahn bei der Kantonspolizei zurückblickst, welche Bilder bleiben davon?

In über 40 Jahren kommen so einige Geschichten zusammen. Mit diesen Erlebnissen könnten Polizisten ganze Bücher füllen. Spontan fällt mir jedoch auf diese Frage kein spezielles Ereignis ein.

Was mir jedoch in bester Erinnerung bleibt, ist die Kameradschaft, welche ich in all den Jahren aufbauen konnte und auch heute noch pflegen darf. Danke Klaus für das Gespräch. Wir wünschen dir und deiner Familie alles Gute.

Minnig Klaus
Mathias Volken
Police cantonale valaisanne - Unité Communication et Prévention - Membre de la rédaction de la revue Police.

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