« Der Mensch als Mittel; Punkt. Oder der Mensch als Mittelpunkt. »

Zusammen mit seinem Team prägte Lerjen Martin während Jahren das Bild der Kantonspolizei im Goms. Bei Diskussionen stellten seine Gesprächspartner bald einmal fest, wie wichtig ihm als Postenchef die Bürgernähe im Polizeialltag war. Doch wer bzw. was steht eigentlich heute in seinem Mittelpunkt?

Während deiner Laufbahn bei der Kantonspolizei standen Motivation und Begeisterung für den Polizeiberuf im Mittelpunkt. Wie gelang es dir, dies über all die Jahre hinweg aufrecht zu erhalten?

Nach der Aspirantenschule war ich sieben Jahre in Gondo und anschliessend 31 Jahre lang in Fiesch tätig. Dabei arbeitete ich jeweils in kleinen Teams und der Kontakt zur Bevölkerung sowie zu Behörden war bereits damals ein wesentlicher Bestandteil der polizeilichen Tätigkeit, ehe Jahre später das Konzept der «Police Community» in den Lehrbüchern niedergeschrieben wurde.

Der Polizeiberuf vereint viele spannende Facetten. Die Überzeugung, Menschen in unterschiedlichen, teils äusserst belastenden Ereignissen helfen und beistehen zu können, war meine Motivation und zugleich Begeisterung für diesen herausfordernden Beruf.

Ich blicke auf eine schöne Laufbahn bei der Kantonspolizei zurück, welche von eindrücklichen Begegnungen mit Kollegen und der Bevölkerung geprägt war. Es mag zwar ein wenig aufgesetzt klingen, doch… wenn ich das Rad der Zeit zurückdrehen müsste, würde ich diesen Weg erneut einschlagen.

Seit einigen Jahren steht auch der Zielkreis auf der Curling-Eisbahn in deinem Mittelpunkt. Was fasziniert dich an dieser Sportart?

Der Sport begleitet mich schon lange und war stets ein idealer Ausgleich zum Polizeialltag.

Vor einigen Jahren gründete ein Kollege in Fiesch eine Curling-Mannschaft und holte mich ins Team. Es ist hauptsächlich die Kombination aus Präzisions- und Mannschaftssport, welche mich am Curling fasziniert. Curling erlebte in den letzten Jahren einen Boom, und mehrere Kollegen von der Polizei sind inzwischen regelmässig auf dem Eis anzutreffen.

Als Vize-Skip legst du – gemeinsam mit dem Skip – die Spieltaktik eurer Mannschaft fest. Welche Taktik hast du dir eigentlich für deinen Ruhestand zurechtgelegt.

Die Taktik für meinen Ruhestand basiert wohl darauf, dass der Begriff «Ruhe» nicht meinen Alltag dominiert. Sicherlich hat sich mein Tagesablauf mit der Pensionierung geändert. Das liegt in der Natur der Sache. Ich profitiere nun von der Zeit, welche ich zusammen mit meiner Familie und Freunden verbringen kann. Und in der Tat ist es bei der Pensionierung so… der Tag hat dabei oftmals zu wenig Stunden.

Eure Curling-Mannschaft konnte bereits mehrere Erfolge erzielen. Welches waren rückblickend deine schönsten Erfolge bei der Kantonspolizei?

Eine Rangliste zu erstellen fällt mir schwer. In all den Jahren gab es viele Ereignisse, welche mich auf meiner Laufbahn begleitet und teils auch geprägt hatten.

Zusammenfassend waren es sicherlich all jene Erfolge, welche wir im Team erzielen konnten.

Besten Dank Martin für dieses Interview. Wir wünschen dir und deiner Familie alles Gute.

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